Es fällt mir schwer das Schreiben für Tage nachzuholen. Nachdem ich sowieso jeden Abend damit beende zu lesen kann ich einen Teil dieser Zeit nutzen um zu schreiben & wenn ich es am Abend nicht schaffe kann ich es am nächsten Morgen machen.
Zum heutigen Tag: 7:30 ist anscheinend meine neue Uhrzeit zum aufwachen und honestly ich beschwer mich nicht. Man hat so viel Zeit. Diese Zeit am Vormittag hab ich heute etwas ‚verschwendet‘ da wir um 10.30 ausgemacht hatten uns zum Laufen zu treffen. Daher hab ich ein bisschen darauf hingewartet, dass ich los kann. Aber laufen war top. Der Weg hin hat sich etwas gedragged und ich hab mich zuvor daheim schon nicht ganz fit gefühlt. Allgemein seit dem ich cutte bin ich irgendwie super aware of meinen Herzschlag und hab iwie Angst, dass ich mich zu sehr überlaste & das auf mein Herz geht. Ist ziemlich interesting zu sehen wie diese eine Erfahrung mich heute noch impacted. Damals als ich was genommen hatte und dachte ich würde sterben weil mein Herz so schnell schlägt. Ich konnte danach weder kiffen noch trinken. Trinken geht mittlerweile wieder. Spannend, dass jetzt im nüchternen Zustand die gleichen Ängste in mir hochkommen. Vielleicht sollte ich mein Herz zur Sicherheit einfach mal anschauen lassen. ‚Mein Herz anschauen lassen‘ Irgendwie witzig sich das bildlich vorzustellen- also im literal Sinne nicht im logischen. Aber da wollte ich gerade eigentlich nicht hin.
Wir haben uns dann bei der U4 Station getroffen. Ich war als erster dort und hab während dem Warten auf den Kanal geschaut, das Wasser wirkte mehr als zuvor- oder vielleicht hatte ich lang nicht mehr hingesehen. Dann kam Eva hoch. Wir haben gequatscht und dann Schirin gesucht. Sind durch die U Station zur anderen Seite weil wir dachten sie wüede dort sein- war sie nicht. Wir haben uns umgesehen und eine Person kam vom hintern U Eingang ich meinte, ob das Schirin ist, dass ich eigentlich nicht glaube, dass sie es ist. In dem Moment hat uns die Person gewunken. Wir haben uns begrüsst, Schirin hat uns die fette Bauchtasche gezeigt die sie carried weil sie keinen Laufgurt hat. Wir haben uns die Route ausgemacht und was unser Ziel war. Erst durch den Park, dann Schönbrunn, mindestens 30 Minuten. Dann sind wir los. Der Park war ziemlich leer- selbst wenn er voll gewesen wäre war meine Aufmerksamkeit wo anders. Ich glaube als erstes hat Eva von ihrem Sonntag erzählt- ich meinte irgendwann es sieht aus wie Herbst wegen den ganzen braunen Blättern am Boden. Wir liefen eine Runde im Park dann rüber zu Schönbrunn. Bei der Ampel meinte Eva es sei schön ne kurze Pause zu haben. Bei der anderen Ampel hat sie erzählt, dass sie mal zu Schönbrunn ist um laufen zu gehen, aber es war n Feiertag oder Sonntag und dann ist sie zurückgefahren- weil so viele Leute dort waren, dass sie einfach nicht durchgekommen ist. Das hat mich an gestern erinnert als Bene meinte Wien braucht nicht noch mehr Tourismus. Wir hatten n angenehmes Pace und die Sonne fing an durch die Wolken durchzukommen. Es wurde wämer. Auf der linken Seite sind 2 ‚Skultputen‘ ? Sie sind mehr als das aber ich weiss nicht wie ich sie beschreiben soll, die ich davor noch nicht gesehen hatte. Ich realisierte und sagte zu den anderen, dass ich bislang immer nur auf der rechten Seite war. Wir entschieden noch einen Kilometer zu machen, was ziemlich genau die Distanz von wo wir waren bis zur U Station war. Vor der U Station war ein Truck mit Snacks- wir haben uns n Kaffee geholt und sind zu ner Bank gegangen- haben noch bisschen gequatscht. Was ich daraus am meisten mitgenommen hab. Ich will mehr machen. Ich wollte schon einmal und will noch immer ne Radtour machen. Irgendwo hinfahren mit dem Fahrrad. Bratislava wär n Start, dann a step up Budapest. Wann würd ich gern Trieste machen. (Trieste ist mir echt in Erinnerung geblieben) Vielleicht ist ein appeal an Eva, dass ich weiss sie mag solche Dinge und, dass sie ne Person ist die’s wirklich machen wird. Die sich Sachen vornimmt die sie machen möchte & sie macht. Nicht aufschiebt- sondern lebt.
Zu sein Leben leben- das hab ich heute in between mein Zimmer cleanen (womit ich meinen Nachmittag verbracht hab) geschrieben:
‚At some point in my life I realised I wanted to live. A drive found in all living creatures & crucial to their survival seemed until then absent in me. Only later -maybe just now did I come to understand that there is still a difference between wanting to live & living. It seemed to me then that the goal of life was contentment. However now I see the only right thing to do is feel all of it. Feel the pain, sorrow & fear- to be able to experience true happiness, bliss and love. Because if I don’t feel all of It how can I say I feel anything?
This drive to live however seems absent in most of us. Maybe because it only surfaces when an end to life is graspable.’
Also ja nachm laufen hab ich mir was zu essen gemacht und dann gecleaned. Bis circa 4 als ich dann los bin um mich mit Clara auf nen drink zu treffen, which was nice. Ich wollte eig früher los um die letzte Sonne zu catchen aber sie war dann gerade schon am untergehen. Wir haben bisschen über die Uni geredet, was auf uns zu kommt, über die Probleme mit dem Master und die Berufswahl. Wir haben über den Iran geredet & über Jungs. Ich bin dann noch zum Thalia um mir n neues Buch zu holen ‚Didion & Babitz‘ nachdem ich jetzt gleich ‚The year of magical thinking‘ finishen werde. Ich mag wie Didion schreibt, gibt mir Patti Smith vibes.
Ich hatte grad den Gedanken, dass meistens wenn ich Sachen lese die ich geschrieben habe erinner ich mich an eine Zeit oder vielleicht sogar den genauen Moment. Aber was wenn ich das eines Tages lese und mich nicht an den Tag erinner, wenn kein Bild oder Gefühl in mir hochkommt. Wenn ich nur weiss, dass es so gewesen sein muss weil es meine eigenen Worte sind aber ich nichts in mir finde das es bestätigt.
Song of the day: I had a dream - She took my hand