Frühlingsbeginn macht ganz viel mit mir. Ich glaub mit uns allen.
Ich bin an dem Tag super früh aufgewacht so 7:30, nachdem ich am Abend davor mit den Uni Leuten, Nadja & Clarissa in der Spielebar war. Hannah & ich hatten ausgemacht, dass wir am Vormittag ins Gota gehen, um die ersten Sonnenstrahlen zu erwischen. Geplant war um 10 Uhr dort, Hannah meinte dann sie würde noch ins Gym gehen und wir könnten um 10 von uns aus losgehen. Also hab ich gelesen.
Erich Fromm 'The Sane Society': 'We have shoved away awareness of and concern with the fundamental problems of human existence. We are not concerned with the meaning of life, with the solution to it.' Das als fundamentales Problem, dass von unseren Lebensumständen bedingt wird. Zu jeder Sekunde des Tages kann ich mich mit irgendwas ablenken. Sei es ein Video, ein Spiel, Shopping. Wir füllen unsere Leben mit diesen Dingen und denken, dass sie uns Freude bereiten, dass es das ist was uns erf&umuml;llt und schieben alle Fragen und &Auuml;ngste die in uns aufkommen zur Seite. Ignorieren sie. Wir lassen keine Angst, keinen Schmerz zu und nehmen uns dadurch auch die Kehrseite. Wenn man den ersten Schritt aus der Dunkelheit herausschafft.
Hannah hat mir Blumen geschenkt, Tulpen, die jetzt auf meinen Schreibtisch stehen und mich jeden Tag daran erinnern, dass es draussen warm ist. Wir sind in der Sonne durch denk Park zum Gota spaziert, haben im Café Kiki getroffen, gemeinsam eine geraucht und Pläne gemacht, dass wir uns sehen sollten, gemeinsam Tischtennis spielen. Dann ist sie gegangen und Hannah und ich haben getalked, bisschen upgecatched und dann genau über das geredet was Fromm schreibt. Was ist der Mittelweg in unserer Gesellschaft? Wir schafft man es nicht die ganze Zeit zu konsumieren sondern wirklich zu leben- sich Fragen und Ängsten zu stellen und sie zu bewerkstelligen. Auf ne Lösung sind wir nicht gekommen, aber es war ein Ansporrn. Weiterhin weniger zu konsumieren, wieder zu schreiben, wieder einfach nur dazu liegen & nichts zu tun, nur nachdenken. Gar keine leichte Aufgabe.
Wir waren bis etwa zwei Uhr im Café, dann hab ich mir Mittagessen gemacht, hab kurz etwas gelegen & bin trainieren gegangen. Heimgekommen, hab Abendessen gemacht, mich fertig gemacht & bin los ins Mausi. Wo wir uns mit Schirin und Eva getroffen haben. Ich find das Mausi ist super cute, aber es war halt unglaublich voll- Freitag Abend halt.
Was Eva angeht ist es wohl die gleiche Frage wie vor 2 Jahren- sind's Gefühle oder Drang. Mittlerweile denk ich ersteres. Je mehr man redet desto mehr genuine Interesse kommt in mir auf. Die Ausgangsbasis ist spannend. Dadurch, dass wir nicht direkt Freunde sind sondern nur in einer Freundesgruppe hinterfrag ich auch mehr weil es viel länger dauert so n richtiges Gefühl für sie als Person zu entwickeln. Und dadurch, dass es nicht Dating ist bin ich nicht schock verliebt weil mir jemand körperliche Zuneigung schenkt. Diese Konstellation führt dazu, dass ich mir denk ich würd gern - aber will ich nur weil ich könnt oder will ich weil ich will- um ihretwillen.
Weil ich würd gerade auch einfach gern wieder. Ich will wieder wen daten, verliebt sein und all die kleinen Dinge tun, die man für jemanden tut den man gern hat. Ich will wieder nervös und unsicher sein & das Gefühl haben mein Herz schlägt mir aus der Brust raus. Ich wär gern wieder verliebt.